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Artikel "Risikomodelle im Niedrigzinsumfeld"
03.02.2017
Die schon lange anhaltende Phase der Niedrig- oder Negativzinsen im Euroraum betrifft alle Prozesse im Risikomanagement der Banken und stellt für die Finanzdienstleistungsbranche eine große Herausforderung dar.
In einem Umfeld mit negativen Zinsen können z.B. notwendige Steuerungs- und Risikokennzahlen mit den bisher üblichen Methoden nicht mehr korrekt ermittelt und regulatorisch vorgeschriebene Meldungen daher nicht richtig erfüllt werden. Darauf müssen auch Softwareanbieter reagieren. Der Artikel beschreibt die Herausforderungen für Modelle der Risikoberechnung und -bewertung.
Für eine Weile wurden negative Zinsen als Ausnahmen betrachtet und daher in der Praxis durch Korrekturalgorithmen oder Workarounds abgefangen. Eine verbreitete Methode ist es z.B. Excel als Zwischenschritt einzusetzen: Einzelergebnisse werden in Excel manuell bearbeitet und wieder in das System zurückgespielt. Inzwischen gelten diese Workarounds als nicht mehr angemessen, da aufgrund der lang andauernden Niedrigzinsphase nicht davon ausgegangen werden kann, dass es sich um Einzelfälle handelt. Außerdem erfordern die BCBS 239 Prinzipien für Risikodaten-Aggregation und Reporting eine Erhöhung der Automatisierung und eine konsequente Reduktion von manuellen Zwischenschritten in der Datenverarbeitung. Daher stellt es für Banken eine aktuelle Herausforderung dar, bestehende Modelle im System auf neue Modelle, die mit niedrigen und negativen Zinsen funktionieren, umzustellen.
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