Die sogenannten Stresstests wurden im Jahr 2009 als Reaktion auf die letzte Finanzkrise eingeführt. Die Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. November 2010 zur Errichtung einer Europäischen Aufsichtsbehörde (Europäische Bankenaufsichtsbehörde) beauftragt die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) damit, ein Rahmenwerk für die alle zwei Jahre durchzuführenden EU-weiten Stresstests im Bankensektor vorzubereiten, wovon der nächste für das Jahr 2020 angesetzt ist. 

Stresstests bedeuten eine Simulation von Zeiten der finanziellen Unsicherheit bzw. Instabilität ab. Die Widerstandsfähigkeit der Finanzmarktteilnehmer wird getestet, indem spezifische, in regelmäßig aktualisierten Richtlinien beschriebene Szenarien zum Einsatz kommen. Ein Beispiel für ein relevantes Szenario stellt dabei ein substantieller Kreditausfall dar. Die Reaktion der Institute auf die jeweiligen Szenarien (bspw. Ausgleich des Verlusts durch hochliquide Aktiva) wird gemessen und ein Ergebnisbericht wird erstellt.

Durch die Ergebnisse der Stresstests sollen Sicherheitslücken im Finanzsystem frühzeitig identifiziert und beseitigt werden, um einer erneuten länderübergreifenden Wirtschaftskrise präventiv entgegenzuwirken. Zusätzlich steigen die Anforderungen an die interne Risikosteuerung, bspw. durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und den Aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozess (Supervisory Review and Evaluation Process - SREP) für alle Banken – auch für diejenigen, die nicht am genannten EBA-Stresstest teilnehmen.

Regnology erfüllt mit seinem ABACUS/DaVinci Modul „EBA-Stresstest (Kreditrisiko)“ die Anforderungen der EBA zur Meldung von Stresstest-relevanten Daten. Das Modul ermöglicht beispielsweise eine konsistente Berechnung der Szenarien und Simulationen anhand von abgestimmten Berichtsdaten und erfordert dadurch keine manuellen Anpassungen.

Kontakt